Staatsministerin Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, besuchte am Montag, 20. Oktober 2025, das Jobcenter Frankfurt am Main, um sich über Projekte zur Förderung von Teilhabe und Chancengleichheit zu informieren. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie berufliche Integration insbesondere für Frauen, Jugendliche und Menschen mit Einwanderungsgeschichte gelingt – und welche Strukturen dafür vor Ort entscheidend sind.
Der Besuch begann bei berami e. V., einem langjährigen Kooperationspartner des Jobcenters. Der Träger unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte durch Sprachförderung, Qualifizierung und individuelle Beratung beim Einstieg in Ausbildung und Arbeit – insbesondere Frauen, die ihre beruflichen Chancen neu aufbauen wollen.
Im Jugendjobcenter Frankfurt wurde Staatsministerin Pawlik von Geschäftsführer Ulli Dvořák empfangen. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten sprach sie mit Mitarbeitenden und Projektverantwortlichen über die tägliche Arbeit in der Beratung und Begleitung junger Menschen. Dabei standen zwei Programme im Fokus, die Integration konkret machen:
- FAMILIENSTART: Frankfurt begleitet junge Eltern, insbesondere Mütter, beim Wiedereinstieg in Ausbildung oder Arbeit – durch persönliche Beratung und enge Kooperation mit Netzwerkpartnern und Maßnahmeträgern.
- Das ABC-Netzwerk (Aktivierung, Beratung und Chancen): fördert Sprachkompetenz und Selbstbestimmung und schafft Zugänge zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Einwanderungsgeschichte – vor allem für Frauen, die bislang kaum Chancen auf berufliche Teilhabe hatten.
Menschen erfolgreich in Arbeit zu vermitteln bedeutet, sie individuell zu unterstützen – genau dort, wo ihre persönlichen Herausforderungen liegen. Das gelingt nur, wenn Jobcenter, Bildungsträger, Vereine und andere Behörden eng zusammenarbeiten. Das Jobcenter Frankfurt zeigt eindrucksvoll, wie gezielte Unterstützung, Sprachförderung und individuelle Begleitung Menschen mit Einwanderungsgeschichte – insbesondere Frauen und Jugendlichen – den Weg in Beschäftigung ebnen. So gelingt Integration: mit Engagement, Kompetenz und Verantwortung.— Natalie Pawlik, Staatsministerin, Beauftragte derBundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Im Anschluss tauschte sich Frau Pawlik mit Fach- und Führungskräften des Jobcenters über die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Einwanderungsgeschichte aus. Der Dialog machte deutlich, dass erfolgreiche Integration mehr braucht als Programme – nämlich Haltung, Vertrauen und den politischen Willen, Chancen dauerhaft zu sichern.
„Integration entsteht dort, wo Menschen einander begegnen und Vertrauen wächst. Der Besuch von Frau Pawlik hat gezeigt, wie politische Ziele in der Praxis Gestalt annehmen – wenn aus Förderstrukturen echten Chancen werden: für Frauen und Jugendliche die im Jobcenter Frankfurt in berufliche Teilhabe und Eigenständigkeit gehen. Entscheidend bleibt: Haltung zeigen – Menschen stärken – Zukunft gestalten.“ — Ulli Dvořák, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt am Main
Der Besuch verdeutlichte, wie Integration in Frankfurt gelebt wird – als gemeinsamer Auftrag von Politik, Trägern und Mitarbeitenden vor Ort. Er zeigte zugleich, wie entscheidend es ist, soziale Verantwortung, Fachpraxis und politischen Anspruch miteinander zu verbinden, um Teilhabe zur gelebten Realität zu machen.