Women Move bringt Frauen und Arbeitgeber im Jobcenter Frankfurt ins Gespräch und rückt die Bedingungen in den Blick, unter denen ein beruflicher Einstieg auch im Alltag funktionieren kann.
Was passiert im Arbeitsalltag, wenn die Betreuung kurzfristig ausfällt? Für viele Frauen ist das keine theoretische Frage. Sie kann mitentscheiden, ob ein beruflicher Einstieg im Alltag tatsächlich funktioniert. Auch Arbeitszeiten oder die Frage, ob vor dem Einstieg noch eine Qualifizierung sinnvoll ist, können eine Rolle spielen. Bei „Women Move. Frauen machen Zukunft. Beruf und Familie gemeinsam denken.“ stehen deshalb nicht nur freie Stellen im Mittelpunkt, sondern auch die Bedingungen, unter denen daraus eine tragfähige berufliche Perspektive werden kann.
Das Jobcenter Frankfurt am Main organisiert die stadtweite Job- und Informationsmesse im Rahmen der hessischen Woche der Chancengleichheit am 03.09.2026 von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr im Jobcenter Süd. Regionale Arbeitgeber stellen Beschäftigungsmöglichkeiten vor. Gleichzeitig können sich Besucherinnen informieren, welche beruflichen Wege für sie infrage kommen und welche Qualifizierung dafür sinnvoll sein kann.
Was Familienfreundlichkeit bedeutet, zeigt sich dabei nicht allein an einem Teilzeitangebot. Flexible Arbeitszeitvereinbarungen oder die Möglichkeit, auf eine veränderte Betreuungssituation zu reagieren, können im Alltag entscheidend sein. Auch die Haltung eines Unternehmens und seiner Führungskräfte spielt eine Rolle, wenn Beschäftigte Familienverantwortung tragen.
„Menschen in Arbeit zu bringen, ist unser Auftrag. Gleichzeitig erleben wir jeden Tag, dass eine freie Stelle allein noch keine tragfähige Lösung ist. Wenn Arbeitszeiten nicht zur familiären Situation passen oder zunächst eine Qualifizierung nötig ist, muss gute Vermittlung solche Bedingungen berücksichtigen. Für mich ist entscheidend , dass aus einer Beschäftigung eine berufliche Perspektive entstehen kann, die Bestand hat“, sagt Ulli Dvorak, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt am Main.
Women Move greift Fragen auf, die Frauen aus der Beratungspraxis mitbringen. Dazu gehört etwa die Unsicherheit, wie ein Arbeitgeber reagiert, wenn Betreuung unerwartet ausfällt. Auf der Messe können solche Fragen direkt mit Arbeitgebern und Fachstellen besprochen werden.
Auch die Auswahl der beteiligten Arbeitgeber orientiert sich an den Interessen der Frauen. Ein Beispiel sind Beschäftigungsmöglichkeiten in der Integrations- und Schulbegleitung. Dort können Arbeitszeiten teilweise näher an den Zeiten liegen, in denen die eigenen Kinder selbst in der Schule sind.
„Viele Frauen kommen mit sehr konkreten Fragen zu uns. Was passiert, wenn die Betreuung ausfällt? Welche Arbeitszeiten lassen sich mit meiner Situation vereinbaren? Solche Fragen gehören für mich genauso zur beruflichen Orientierung wie die Frage nach einer freien Stelle. Bei Women Move können Frauen diese Punkte direkt ansprechen und herausfinden, welche beruflicher Weg für sie tatsächlich passen kann“, sagt Claudia Bock, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Frankfurt am Main.
Veranstaltungsdetails auf einen Blick:
- Ort: Jobcenter Süd, Gerbermühlstraße 3–5, 60594 Frankfurt, Konferenzbereich 1. OG
- Datum: 03.09.2026
- Uhrzeit: 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr
Medienvertreter sind herzlich eingeladen Journalistinnen und Journalisten sind eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen. Ansprechpartner für Interviews stehen vor Ort zur Verfügung. Eine Anmeldung ist bis zum 31.08.2026 unter Jobcenter-Frankfurt-am-Main.Presse@jobcenter-ge.de möglich.