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Donnerstag, 14. November 2019

Was ist Respekt?

Was ist Respekt? – Jugendliche diskutieren mit Geschäftsführung und Mitarbeitenden des Job-centers

„Frankfurt zeigt Respekt. Für jeden Menschen. Jeden Tag“
Die Wanderausstellung ist in diesen Wochen im Eingangsbereich des Jugendjobcenters zu sehen. Am 12. November hat das Jugendjobcenter zu einer Diskussions-runde zum Thema „Respekt“ eingeladen.

Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main will mit der Kampagne dem Verlust von Respekt im alltäglichen Miteinander begegnen. Auf acht ver-schiedenen Plakatmotiven sind in flächigen Farben gemalt typenhafte Frauen und Männer zu sehen, die stellvertretend häufige Vorurteile, wie z.B. unterschiedliches Aussehen, Alter, Herkunft oder Einstellung usw. thematisieren. Durch provokative Fragen auf den Plakaten sollen die Be-trachter zum Nachdenken angeregt werden.
Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Geschäftsführerin des Jobcenters Frank-furt hat die Ausstellung zum Anlass genommen, neue Wege der Begeg-nung zu gehen.
Gemeinsam mit zehn Jugendlichen, die am Arbeitsförderungsprogramm der „Joblinge“ teilnehmen, diskutierten Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Klaus-Dieter Strittmatter, Geschäftsstellenleiter des Präventionsrates und Mitarbeitende des Jugendjobcenters darüber, was Respekt eigentlich be-deutet, welche Erwartungen jeder damit verbindet und warum Respektlo-sigkeit keinem weiterhilft.
„Der gegenseitige respektvolle Umgang zwischen unseren Kundinnen und Kunden und unseren Mitarbeitenden ist wichtig. Denn nur, wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen und uns gegenseitig verstehen lernen, gelingt es, eine Basis zu schaffen, dass beide Seiten die Beratung als konstruktiv erle-ben“, bekräftigt Frau Czernohorsky-Grüneberg.
„Jeder erwartet, respektvoll behandelt zu werden. Und das zu Recht. Doch wenn es darum geht, den anderen auch zu respektieren, dann sieht das oft anders aus“, so Strittmatter. Dies sei auch der Grund, warum die Stadt und der Präventionsrat mit diesen auffälligen und provokativen Plakaten jeden Einzelnen zum Nachdenken anregen wollen. Und dass Respekt jeden an-geht., zeigt die rege Anteilnahme an der Diskussion. Die Jugendlichen zeigen im Gespräch, dass die Vorstellungen von respektvollem Verhalten vielfältig sind, alle sind sich aber einig, dass Respekt eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben ist.
Respekt im Wortsinn bedeutet: „noch einmal hinschauen“ - auf Situationen, Menschen, Begegnungen. Die Mitarbeitenden des Jobcenters und die Ju-gendlichen hatten in dieser Runde die Gelegenheit, sich neu zu begegnen.

Dass beide Seiten es ernst meinen und respektvoll miteinander umgehen wollen, zeigte der disziplinierte Ablauf der Diskussion. Jeder ließ den ande-ren ausreden. Auch dass die Diskussion überhaupt zustande gekommen ist, zeigt, wie wichtig Respekt für uns alle ist.
Claus-Dieter Strittmatter freut sich, dass die Ausstellung zu einem Ge-sprächsformat wie diesem angeregt hat. Er bedankt sich bei allen Beteilig-ten für die bereichernde Diskussion.
Claudia Czernohorsky-Grüneberg sieht sich bestätigt, dass persönliche Be-gegnungen den gegenseitigen Respekt und Verständnis fördern.
„Die Chance sich außerhalb des gewohnten Kontextes gemeinsam mit dem Thema Respekt auseinanderzusetzen, hat sehr zum Nachdenken angeregt. Wir haben gemerkt, wie wertvoll es sein kann, kurz innezuhalten und ge-meinsam zu reflektieren, was für einen respektvollen Umgang wichtig ist. Es hilft, miteinander zu reden und den Humor nicht zu verlieren!“ sagt Christiane Schubert, stellvertretende Regionalleiterin der JOBLINGE gAG Frankfurt RheinMain
Die Wanderausstellung ist noch bis Ende November im Jugendjobcenter am Hainer Weg 44 zu sehen. Danach kann sie wieder von städtischen Äm-tern, Frankfurter Betrieben oder Firmen gebucht werden kann.
Kontakt: Geschäftsstelle des Präventionsrats, Tel. 069 / 212 -35443, E-Mail: praeventionsrat@stadt-frankfurt.de

Hintergrundinformation
Link zur Kampagne: www.gewalt-sehen-helfen.de/de/kampagne-respekt-frankfurt-zeigt-respekt-fuer-jeden-menschen-jeden-tag_8095.html


Die gemeinnützige Aktiengesellschaft „Joblinge“ richtet sich an Jugendli-che und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren, die Anschluss an den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt suchen. Im Rahmen eines sechsmona-tigen Programms werden sie auf eine betriebliche duale Ausbildung oder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.