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Dienstag, 11. August 2015

Tag der Jugend am 12. August: Jugendjobcenter berät und gibt Orientierung

Der Tag der Jugend wurde von den Vereinten Nationen festgelegt, um an die Bedeutung der Jugend als Lebensphase zu erinnern. In diesem Lebensabschnitt werden Fähigkeiten sowie Kompetenzen erkannt, weiterentwickelt und der Grundstein für die berufliche Laufbahn gelegt. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht das Jugendjobcenter in Frankfurt am Main mit Rat und Tat zur Seite.

„Wir betreuen im Jugendjobcenter 8.662 Jugendliche und junge Erwachsene, wovon dieses Jahr rund 1.700 Schulabgänger sind. Etwa 200 davon suchen einen Ausbildungsplatz“, berichtet Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt am Main, und fährt fort, „in einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt bieten wir Orientierung durch eine qualifizierte Beratung. Gemeinsam mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten wir die Kompetenzen heraus, die zu einem Beruf passen. Jeder und jede hat eine Begabung, auch wenn vielleicht die Schulzeugnisse diese nicht immer auf den ersten Blick erkennen lassen.“

Einige Jugendliche und junge Erwachsene haben beeindruckende Hobbys oder gehen ehrenamtlichen Tätigkeiten nach. Diese können bei der Berufs- und Ausbildungsplatzwahl sehr hilfreich sein. Die Bedeutung einer abgeschlossenen Berufsausbildung unterstreicht die Statistik. Der Anteil der Personen ohne Berufsausbildung ist bei den Arbeitslosen im Bezug von Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) mit 72 Prozent besonders hoch. Rund 20 Prozent haben keinen Schulabschluss.

„Der Übergang von der Schule in den Beruf ist eine entscheidende Zeit im Leben der jungen Menschen, die wir im Jugendjobcenter aktiv begleiten und unterstützen. Wer in dieser Lebensphase den Einstieg in das Arbeitsleben nicht schafft, verbleibt meist in ungelernten Jobs und ist stärker sowie häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen“, erläutert Czernohorsky-Grüneberg. Das Jugendjobcenter bietet deshalb alle Leistungen des Jobcenters zusammen mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und der Jugendberufshilfe des Jugend- und Sozialamtes unter einem Dach an, um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechend ihrer individuellen Biografie und aktuellen Situation zu betreuen.

Nicht immer ist der zuerst genannte Traumberuf auch der Beruf, der zu einem selbst passt. Deshalb arbeitet das Jobcenter mit Einrichtungen zusammen, die aufzeigen, welche Berufe in Frage kommen.

Eine gute Kooperation hat sich unter anderem zwischen dem Jugendjobcenter und dem Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen e.V. (BiW Bau) ergeben. Interessierte Jugendliche werden unter dem Motto „Sei schlau – komm zum Bau!“ zu Informationsveranstaltungen eingeladen und zusammen mit den Eltern über das breit gefächerte Angebot in der Bauwirtschaft informiert.

Eine Einstiegsmöglichkeit in die Branche ist das BauCamp des BiW Bau, ein zweiwöchiges Praktikum in den ersten beiden Wochen der hessischen Sommerferien. Hier kann man die gewünschten Berufe ausprobieren und Betriebe der Bauwirtschaft näher kennenlernen. Das kostenlose BauCamp findet in der „EBL Frankfurt“, dem Aus- und Weiterbildungszentrum der Bauwirtschaft in Frankfurt-Niederrad statt. Am Ende des Praktikums werden mit den Teilnehmenden direkte Vorstellungsgespräche von den Firmenvertretern geführt und ggf. Ausbildungs- bzw. Studienverträge abgeschlossen.

Ein weiterer Kooperationspartner ist der VbFF – Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e.V., der mit unterschiedlichen Vorbereitungskursen Frauen auf dem Weg in eine Berufsausbildung unterstützt. „Die Vorbereitungskurse sind ein fester Bestandteil unserer Ausbildungsprojekte in Teilzeit für Mütter“, erklärt Kerstin Einecke, Geschäftsführerin des VbFF. „Gerade junge Mütter haben zwar oft eine konkrete Vorstellung von ihrem Ausbildungsberuf, hauptsächlich scheitert es aber an der schweren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insbesondere alleinerziehende Mütter und Frauen mit keinem guten Schulabschluss benötigen Unterstützung“, fährt Einecke fort.

Nach jahrelanger Erfahrung mit Projekten der dualen Ausbildung wurde die Bandbreite um die schulischen Ausbildungsberufe im Bereich der Alten- und Krankenpflege erweitert. Diese beiden Vorbereitungskurse werden hauptsächlich von Frauen mit Migrationshintergrund besucht, weshalb die Sprachförderung des Deutschunterrichts eine wichtige Rolle spielt. Neben der Vermittlung von ausbildungsrelevanten Inhalten wie Mathematik, EDV oder Anatomie, werden gemeinsam Bewerbungsunterlagen erstellt und nach Praktikums- bzw. Ausbildungsstellen gesucht.

Damit Chancen für Jugendliche entstehen, appelliert Czernohorsky-Grüneberg an die Ausbildungsbetriebe auch den Bewerbern eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht die Wunschkandidaten per se sind: „Die Erfahrungen zeigen, dass es sich für alle lohnt Chancen zu geben“ und der Appell an alle – Jugendliche, junge Erwachsene, Arbeitgeber und an das soziale Umfeld – „haben Sie ein bisschen mehr Mut, auch etwas auszuprobieren und zu entwickeln!“

 

Das Jugendjobcenter
Im Jugendjobcenter am Hainer Weg 44 in Frankfurt-Sachsenhausen werden alle unter 25-jährigen Arbeitslosengeld II-Beziehenden in Frankfurt am Main betreut. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden dort das Angebot der Berufsberatung für Nichtschüler (der Agentur für Arbeit), den persönlichen Ansprechpartner und Leistungssachbearbeiter des Jugendjobcenters für Kundinnen und Kunden, die eine eigene Bedarfsgemeinschaft gründen sowie die Jugendberufshilfe der Stadt Frankfurt. Alle wichtigen Ansprechpartner sind so unter einem Dach und können die Angebote abstimmen und besser zusammen arbeiten.
 
Zurzeit betreut das Jugendjobcenter rund 8.600 Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren.
 
VbFF - Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e.V.
Gegründet im Jahr 1978 ist der VbFF - Verein zur beruflichen Förderung von Frauen heute die älteste hessische Einrichtung zur beruflichen Bildung von Frauen und Mädchen. Der Verein verfolgt das Ziel, die beruflichen Chancen für Mädchen und Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und sie erfolgreich in die Berufswelt zu integrieren. Der VbFF bietet berufliche Beratung, Berufsvorbereitung, Ausbildungsprojekte (in Teilzeit) und Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf. Hauptzielgruppe sind (alleinerziehende) Mütter.
 
Das Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V.
Das Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V. ist ein Bildungsdienstleister der Bauwirtschaft, mit hohen Kompetenzen in den Bereichen Bautechnik, Baumaschinentechnik, Rohrleitungs- und Anlagenbau, Metall- und Kunststoffverbindungen, Baumanagement, Arbeitssicherheit und Umwelttechnik.
 
In der ganzen Bundesrepublik, besonders aber in Thüringen und Hessen schätzen Unternehmen und Angestellte dieser Branchen die  Erfahrung, Innovationskraft und die hervorragende Qualität der Bildungsmaßnahmen. Der Hauptsitz des Vereins ist Erfurt. Die Aus- und Fortbildungszentren befinden sich unter anderem in Erfurt, Frankfurt am Main, Gera, Nordhausen, Walldorf und Weimar.
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